Bericht
Tabellenzweiter am Rande der Niederlage
DJK Viktoria Wombach - SG Bischbrunn/Oberndorf 1:1 (0:1)
Bericht
Nach dem emotionalen Last-Minute-Comeback gegen Wiesenfeld-Halsbach (3:3 nach 0:3-Rückstand) stellte sich vor der Partie bei der DJK Viktoria Wombach die Frage, ob die SG den Schwung diesmal endlich mal mitnehmen kann. In der bisherigen Saison folgte auf starke Leistungen oft ein Rückschlag – doch diesmal sollte es anders kommen.
Die SG war von Beginn an hellwach und zeigte direkt die richtige Einstellung. Zwar hatte Wombach bereits in der dritten Minute eine gute Gelegenheit, als die Abwehr den Ball mehrfach nicht klären konnte, doch Keeper Leon Reusch war aufmerksam zur Stelle und verhinderte früh einen Rückstand.
Mit zunehmender Spielzeit übernahm die SG mehr und mehr die Kontrolle und ließ die eingespielte und stark zusammenspielende Heimelf kaum zur Entfaltung kommen. Bitter war jedoch die frühe verletzungsbedingte Auswechslung von Luis Schwab, für den Marc Weigand in die Partie kam.
In der 23. Minute bot sich der DJK eine weitere Chance, als Jan Ullrich trotz Bedrängnis freigespielt wurde, seinen Abschluss aus rund elf Metern jedoch links am Tor vorbeisetzte.
Nach etwa einer halben Stunde war die SG dann gleich mehrfach am Drücker: Zunächst köpfte Julian Belli eine Ecke über das Tor, ehe er wenig später nach einem zu kurzen Rückpass plötzlich frei durch war. Doch der Keeper der Hausherren reagierte stark und parierte. Auch beim Nachschuss blieb Belli zunächst am Ball, doch ein Verteidiger sprang gerade noch herbei und klärte in höchster Not spektakulär.
Nur eine Minute später kam Felix Wiesmann aus etwa 18 Metern relativ frei zum Abschluss, verfehlte das Ziel jedoch nur hauchdünn am rechten Winkel vorbei.
Doch auch die DJK blieb gefährlich: Im direkten Gegenzug rettete zunächst erneut Leon Reusch stark im Eins-gegen-Eins, bevor Daniel Weisner den Nachschuss vor der leeren Kiste klärte.
In der 41. Minute fiel dann endlich der verdiente Führungstreffer für die SG: Max Emmert spielte einen perfekten Steckpass auf Felix Wiesmann, der vor dem Tor cool blieb und zur 1:0-Führung einschob.
Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause – eine Führung, die sich die SG aufgrund der klareren Torchancen absolut verdient hatte.
Nach dem Seitenwechsel knüpfte die SG zunächst an die starke Phase an. Julian Belli stand zwei Mal im Mittelpunkt: Erst scheiterte er mit seinem Abschluss nach einem schnellen Konter am gut reagierenden Keeper Drescher, kurz darauf setzte er einen Kopfball nach einer Ecke nur knapp neben das Tor.
Ab der 65. Minute kippte die Partie jedoch zunehmend zugunsten der Heimelf. Wombach erhöhte den Druck spürbar, während sich die SG kaum noch befreien konnte. In dieser Phase warf sich die Defensive mit großem Einsatz in jeden Ball – unter anderem klärte Jürgen Beeger gerade noch stark vor der Linie.
In der 76. Minute bot sich der DJK eine große Chance per Freistoß aus rund 20 Metern zentraler Position, doch Markus Roth setzte den Ball deutlich über das Tor.
In der Folge rollte Angriff um Angriff auf das Tor von Leon Reusch. Vor allem die Innenverteidigung zeigte jedoch eine starke Leistung und konnte viele Situationen gemeinsam bereinigen. Bei zwei Szenen forderte die Heimelf allerdings verhement Elfmeter, doch Schiedsrichter Marco Sauer ließ sowohl bei Marc Weigand als auch bei Martin Günzelmann weiterspielen.
In der 85. Minute gelang der SG dann endlich wieder ein Entlastungsangriff, doch der eingewechselte Stefan Straub scheiterte aus rund 22 Metern am Torhüter, der den Ball noch zur Ecke lenkte.
Zwei Minuten später fiel dann aber doch noch der Ausgleich: Ein Abstoß von Jürgen Beeger wurde im Mittelfeld abgefangen und per Kopf direkt auf den Wombacher Spielgestalter Niklas Heilig auf der 16er-Linie weitergeleitet. Statt selbst abzuschließen, spielte dieser clever in die Gasse zu Jürgen Roth, der frei vor Leon Reusch auftauchte und ihn zum 1:1 frech überlupfte.
Nun hatte die Heimelf Oberwasser und drängte mit aller Gewalt auf den Siegtreffer. Doch die SG stemmte sich mit allem dagegen, verteidigte leidenschaftlich und unterband die Angriffe auch endlich mal mit taktischen Fouls, wenn es nötig war.
In der letzten Minute der sechsminütigen Nachspielzeit bot sich dann tatsächlich sogar noch die Riesenchance auf den Auswärtssieg: Felix Wiesmann setzte sich über die rechte Seite durch, blieb trotz Foul auf den Beinen und legte perfekt in den Rückraum. Dort kam Max Emmert völlig frei zum Abschluss, traf den Ball jedoch nicht sauber.
Kurz darauf war Schluss. Die SG Bischbrunn/Oberndorf entführte beim Tabellenzweiten einen Punkt – ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann, auch wenn aufgrund der Schlusschance sogar mehr möglich gewesen wäre. Und vor allem: Man knüpfte auch endlich mal an eine gute Leistung an.
Besonders beeindruckend war auch die mannschaftliche Geschlossenheit – auf dem Platz wie auch daneben. Während so gut wie keine einheimischen Fans da waren, machten sich über 50 SG-Fans auf den Weg nach Wombach und sorgten trotz der aktuellen Tabellensituation für eine überragende Kulisse. Ein großer Dank gilt dieser Unterstützung, die einmal mehr den starken Zusammenhalt in der SG unterstreicht.
Statistik
Aufstellungen

Schiedsrichter
Marco Sauer (SV Waldbrunn), mit guter Leistung
Tore
0:1 (41.) - Felix Wiesmann
1:1 (87.) - Jürgen Roth
Spieler des Spiels: Weigand & Weisner Da.
Besondere Vorkommnisse
keine
Zuschauer
75 in Wombach
Bildergalerie
Bildergalerie
Scholzingers Bewirtungscheck
25. Spieltag - Spielort: Wombach
Getränke/Bier
In Wombach wurde das Standard-Programm, ergänzt durch süffiges Keiler Pils vom Fass, zu teilweise recht teuren Preisen angeboten. 4€ für ein Hefeweizen aus der Flasche und 40€ für eine Kiste 24x0,33l Bier ist schon etwas übertrieben, vor allem weil die Kiste dann nur warm zur Verfügung stand. Weiterhin gab es wie beim letzten Mal nur die unsäglichen Förstina-Getränke, die fast alle zum Vergessen sind. Lediglich Cola war original von Coca im Programm. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass der Verkauf erst kurz vor dem Anpfiff öffnete. Daher fiel auch der Kaffee vor dem Spiel aus.
Essen/Bratwurst
Deutlich verbessert im Vergleich zum August 2025 zeigte sich der Grill. Während man beim letzten Mal die Brötchen kaum essen konnte, waren diese diesmal wirklich schmackhaft und frisch vom Bäcker. Auch die Wurst war geschmacklich gut und lange genug gegrillt. Lediglich die veranschlagten 3,50€ waren zu teuer und eine Alternative zur Wurst fehlte - ob es Kuchen gab, ist mir nicht bekannt.
Fazit
Die zu späte Öffnung des Verkaufs, sowie die kaum trinkbaren Förstina-Getränke und die teilweise recht hohen Preise verhinderten leider eine bessere Bewertung für die DJK. Einiges wett machte allerdings das gute Keiler Pils vom Fass (0,4l für 3,50€) und die diesmal schmackhafte Wurst, insbesondere die Brötchen. Schade, dass es die beiden Maß nach dem Spiel nicht aufs Haus gab.